solar thermal power plant

Die Solarstrahlung wird mittels der Sonne nachgeführten Heliostaten (2150 Spiegel) auf den volumetrischen Receiver am oberen Ende des Turms konzentriert. Gleichzeitig saugen die Gebläse Umgebungsluft durch den Receiver hindurch. Die Luft erhitzt sich dabei auf eine Temperatur von bis zu 700 °C. Die angesaugte Luft gelangt in den Dampferzeuger, kühlt bei Wärmeabgabe an den Dampfkreislauf auf 120 °C ab und wird vor dem Receiver ausgeblasen, um in einem höchstmöglichen Maß wieder angesaugt werden zu können. Diese Rezirkulierung der Luft erhöht dabei den Wirkungsgrad des Kraftwerks, da die Temperaturdifferenz zwischen Umgebungsluft und rezirkulierter Lufttemperatur (120 °C) nicht mehr von der Sonnenenergie aufgebracht werden muss. Je höher der Rezirkulierungsgrad, desto höher der Kraftwerkwirkungsgrad. Gleichzeitig wir die Rezirkulierungsluft zur Kühlung des Receivers genutzt. Dabei wird die ausströmende Luft an den zu kühlenden Receiverkomponenten entlang geleitet. Im Dampferzeuger wird überhitzter Dampf mit einem Druck von ca. 26 bar und einer Temperatur von rund 480 °C erzeugt. Dieser Dampf wird in einer Turbine entspannt, gelangt zum Kondensator und schließt den Wasser-Dampfkreislauf indem es wieder in den Dampferzeuger gepumpt wird.

Im Kraftwerk Jülich wurden alle Systemkomponenten innerhalb des Turms gebaut.

solar thermal power plant Das Kraftwerk Jülich weist die folgenden Parameter auf:
  • Elektrische Spitzenleistung ca. 1,5 MW
  • Spiegelfläche (einzeln) ca. 8 m²
  • Spiegelanzahl 2150
  • Spiegelfläche (gesamt) ca. 18.000 m²
  • Speicherkapazität ca. 1 bis 1,5 Volllaststunden

Bei hoher Sonneneinstrahlung kann ein Teil der Wärmeenergie in den Speicher eingelagert und bei Bedarf wieder entnommen werden. Die Steuerung des Luftstromwegs wird mittels Luftklappen und der Leistungsregulierung beider Gebläse vorgenommen. Grundsätzlich sind parallele Betriebsvarianten, wie beispielsweise die gleichzeitige Speicherbeladung und Dampfproduktion möglich.

Weitere Informationen, speziell zum Kraftwerk oder zu Komponenten des Solarturmkraftwerks finden sie auf der Projekt - Homepage der Stadtwerke Jülich GmbH

oder auf der Seite des Kraftwerkbauers Kraftanlagen München (KAM)